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Pagondas

Pagondas

...ehemalige Schule - heute ein Kulturzentrum...




Überblick

Pagondas

...das rote Dorf...



Pagondas ist ein Dorf im südlichen Teil der Insel Samos. Oft ist er der erste Ort der Insel, der beim Landeanflug auf den Flughafen Samos-Aristarchos ins Blickfeld der Passagiere gerät. Das Dorf befindet sich in einer Höhe von ca. 220 m und ist vom Flughafen etwa 12 Kilometer entfernt. In nächster Nachbarschaft befinden sich die Orte Mili und Ireon. Das Dorf Pagondas gehört zum Gemeindebezirk von Pythagorion, das seit 2001 einer der vier Gemeindebezirke der Insel Samos ist. Seit der letzten Volkszählung im Jahr 2001 wird die Einwohnerzahl des Dorfes mit 964 Personen angegeben.

Lage

Pagondas


Das Dorf liegt malerisch an den südöstlichen Ausläufern des Berges Bournias, der als südlicher Teil noch zum Ambelos-Gebirge gehört. Früher war das Gebiet um Pagondas sehr waldreich, allerdings haben die zahlreichen Brände auf der Insel auch hier gewütet und den Baumbestand dezimiert. An Stelle des Waldes traten später Olivenanpflanzungen, die heute einen großen Teil des Dorfgebietes ausmachen. Pagondas ist einer der Hauptproduzenten von Olivenöl der Insel Samos. An der Ortseinfahrt von Pagondas befindet sich eine alte Fabrik, wo die Oliven gepreßt werden und das Endprodukt abgefüllt wird. Weiterhin werden auch Orangen und Wein angebaut.



Anfahrt

Pagondas

...Weinanbau in Pagondas...


Pagondas erreicht man am schnellsten von Pythagorion aus über die Verbindungsstraße nach Ireon und zum Hera-Tempel (Liste der UNESCO-Welterbestätten auf dem Kontinent Europa), weiter am Flughafen vorbei bis zur Kreuzung mit einer Ampel (sehr selten auf der Insel!)- von hier aus dann geradeaus in Richtung zur Ortschaft Mili. Etwa 800 m vor erreichen des Dorfes zweigt eine Straße nach links ab, die nach Pagondas führt. Der Ort kann allerdings auch von Ireon (hier gibt es mehrere schöne Strände) erreicht werden. Am Ortsausgang zweigt rechter Hand eine Straße nach Spatharei ab- einem Dorf, das an den westlichen Abhängen des Berges Bournias liegt.

Pagondas

...großer Dorfplatz mit schöner Taverne...


Pagondas ist wie Myli ein sehr altes Dorf, gegründet wahrscheinlich bereits nach der Wiederbesiedelung der Insel im 16. Jahrhundert. Was schon von weitem auffällt, sind die teilweise mit roten Ziegeln gedeckten Dächer des Dorfes. Ein Bauer, mit dem ich mich in der Nähe von Myli über Pagondas unterhalten habe, sagte: "Pagondas ist ein rotes Dorf"! Auf meine Frage nach dem Warum meinte er lakonisch, zum einen hätte das mit den roten Dächern zu tun und zum anderen mit den zahlreichen Kommunisten, die dort wohnen würden. Nun ja, ich habe das letztere noch nicht nachprüfen können....!




Kirchenmuseum

Pagondas

Christuskirche


Von Pagondas hat man eine gute Sicht über die Ebene von Chora und sogar weit über die Ägäis. Es macht Spaß, durch die engen Gassen empor zu steigen und das Dorf zu erkunden. Hierbei trifft man auf einige Sehenswürdigkeiten wie z.B. die Kirche der heiligen Dreifaltigkeit. Es handelt sich hier um ein Gebäude aus dem Jahr 1872. Direkt gegenüber ist das Kirchenmuseum mit Ikonen aus dem 17. Jahrhundert und anderen religiösen Kunstwerken beheimatet. Eine ältere Kirche ist die Christuskirche aus dem 16. Jahrhundert. Der Kirchturm ist aus Marmor errichtet worden. Es gibt noch weitere Kirchen und Kapellen im Dorf und der näheren Umgebung, deren Namen ich jedoch noch nicht in Erfahrung bringen konnte.


Pagondas

Kirche der heiligen Dreifaltigkeit


Eine willkommene Unterbrechung des täglichen Einerleis sind die Dorfeste, die überall gefeiert werden. Die Feste finden nach alter Tradition an den Namenstagen der Kirchenheiligen statt, wobei die Kirche der Muttergottes z.B. ihr Fest am 15. August eines jeden Jahres feiert. Gegenüber dem Dorfplatz gab es früher eine Schule. Das schöne, alte Gebäude dient heute als Veranstaltungszentrum und Folkloremuseum. Auf dem Platz vor der alten Schule steht auch ein Denkmal, das den gefallenen Söhnen des Dorfes gewidmet ist. Auch die Öhlmühle am Ortseingang stammt aus dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts.



Ölmühle in Pagondas

Pagondas

Öhlmühle


Eine besonderheit in Pagondas ist die Ölmühle am Anfang des Ortes. Das fabrikähnliche Gebäude sieht nicht auf den ersten Blick wie eine Ölmühle aus, sie ist wahrscheinlich die älteste von ehemals 65 Ölmühlen auf der Insel Samos. Die Fabrikhalle wurde im Jahr 1890 von Odisséas Manoliádes errichtet und von ihm bis 1940 betrieben. Sein Nachfolger war sein Sohn Kostas, der sie bis 1970 betrieb um sie wiederum seinem Sohn, Georgios Manoliádes zu überlassen, der derzeit (2008) 71 Jahre alt, sie seinem Sohn Kostas übergeben wird. Ursprünglich betrieb eine große Dampfmaschine über Keilriemen die gesamte Anlage (bis 1955). Dann wurde sie durch Dieselmotoren ersetzt (1955 – 1967). Heute arbeiten die Maschinen mit Elektrizität. Nur das benötigte Warmwasser erzeugt nach wie vor ein Kessel, der mit Oliventrester beheizt wird [1].


Quellennachweis:


1.: Bericht über die Ölmühle von Pagondas in der Wikipedia - zuletzt abgerufen am 06.10.2014!


Fotos aus Pagondas




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