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Myli

Myli (Myloi)

Blick auf die Kirche Agia Paraskevi im alten Teil von Myli




Überblick

Myli (Myloi)

...kleine Gasse im Ortskern...



Myli befindet sich im Süden der Insel Samos und besitzt etwa 248 Einwohner (Zensus 2011). Im Jahr 1940 betrug die Einwohnerzahl von Myli noch 525 Personen [2]. Der Ort liegt auf einer Höhe von 60 Meter unterhalb des Klosters Megali Panagia. Myli gehört zum Gemeindebezirk Pythagorion und die nächsten Nachbarorte sind Ireon und Pagondas. Der Ort Myli wird auf dieser Website mehrfach erwähnt, meistens aber im Zusammenhang mit der Ebene von Myli, die als sehr fruchtbar gilt, denn hier gedeihen neben vielen Gemüsesorten auch leckere Fruchtarten wie z.B. Apfelsinen und Zitronen. Die Ebene von Myli (der westliche Teil der Ebene von Chora) ist auch als der Obst- und Gemüsegarten von Samos bekannt.


Myli (Myloi)

Marmor-Skulptur der Göttin Hera - Kopie eines griechischen Originals aus dem 2. Jahrhundert nach Chr. - Louvre Museum, Paris (Frankreich) - Bildquelle: Wikipedia (Public domain)


Drei Quellen, die ihren Ursprung in der Nähe des Dorfes Myli haben, führen dem Fluss Imbrassos (Imvrassos) ihr Wasser zu. Der Fluss Imbrassos wird auch als der Fluss von Myli bezeichnet. Die griechische Mythologie verbindet die Ufer dieses Flusses als Geburtsort der Göttin Hera, Gemahlin des Zeus. Dies ist auch der Grund, warum das Heraion hier in der Nähe errichtet worden ist. Hera ist in der griechischen Mythologie die Gattin und gleichzeitig die Schwester von Zeus und somit die Tochter von Kronos und Rhea. Der Granatapfel in ihrer Hand ist das Symbol der Fruchtbarkeit, deshalb wird auch heute noch die Umgebung dieses Ortes als fruchtbar angesehen....! In der Nähe der Grundschule des Ortes wurde ein mykenisches Grab aus Feuerstein gefunden.


Myli (Myloi)

Agios Charalambos - Hauptkirche des Ortes


Im 1. Jahrhundert n. Chr., die Römer waren mittlerweile tonangebend auf der Insel Samos, wurde das Wasser aus dem Fluss Imbrassos für die Thermen beim heutigen Pythagorion benötigt. Die Wassermenge, welche die Leitung aus dem Eupalinos-Tunnel der Stadt zuführte, genügte den Anforderungen der dort lebenden Römer nicht mehr. Wer die Größe der römischen Thermen in der Nähe des heutigen Hotels Doryssa Bay kennt, kann ahnen, welche Menge an Wasser für die römischen Bäder gebraucht wurde. So wird angenommen, dass mittels eines Kanals zwischen den Thermen und dem etwa 8 Kilometer entfernten Myli Wasser aus dem Imbrassos abgezweigt wurde, das Wasser aus dem Fluss also direkt zu den Thermen geführt wurde.


...mykenisches Grab...

Myli (Myloi)

Ansicht des mykenischen Grabes


Eine weitere Besonderheit in der Ortschaft Myli ist das mykenische Grab, das direkt hinter der Schule des Ortes zu finden ist. Es ist ein Hinweis auf die sehr frühe Besiedelung dieser Gegend. Bei dem Grab handelt es sich um ein kleines rundes Schachtgrab aus mykenischer Zeit (festlandsgriechische Kultur der späten Bronzezeit - ca. 17. Jahrhundert v. Chr. - 11. Jahrhundert v. Chr.), das Gebeine eines Paares sowie Gefäße und Goldschmuck als Grabbeigabe enthielt [3].


Myli (Myloi)

...ehemaliges Gemeindehaus?


Der deutsche Archäologe Ernst Fabricius (1857 - 1942), der bei mehreren längeren Aufenthalten in Griechenland und Kleinasien an den Ausgrabungen in Pergamon und auf Lesbos, Samos und Kreta teilnahm, berichtet in den Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung. 9, 1884, dass beim Besuch des Archäologen Curtius 1870 auf der Insel Samos u.a. ein Stein mit einer besonderen Inschrift auf dem Fußboden der Dorfkirche von Myli gefunden wurde. Der Stein wurde aus der Kirche entfernt und nach Vathi transportiert.

Curtius schreibt hierzu: "Mit rühmlichem Eifer hat ein junger Beamter, der Astynomos der Bezirke Vathi u. Chora, Leogoras Petropulos neuerdings damit begonnen, diese Sammlung durch Überführung werthvoller Inschriften zu vergrössern" [4].



Myli (Myloi)

Impressionen


In der Mitte des 16. Jahrhunderts entstand hier das erste Dorf nach einer langen Phase der Zerstörung und Verwüstung der Insel Samos durch osmanische Piraten. Allmählich kehrten die wenigen noch auf der Insel lebenden Menschen aus ihren Verstecken in den Bergen zurück und errichteten das Dorf Myli. Andere ehemalige Bewohner, die sich zur Insel Chios geflüchtet hatten, folgten diesem Beispiel. Myli wurde die Hauptstadt der Insel für etwa 50 Jahre. Der Name des Ortes wird auf die vielen Wassermühlen in dieser Gegend zurückgeführt, die als Folge des Wasserreichtums in dieser Region und dem Wasserreichtum des Flusses Imbrassos betrieben werden konnten [1].




Myli (Myloi)

Platia von Myli - hier gibt es zwei nette Restaurants und ein Kafenion


Myli ist etwa 8 Kilometer von Pythagorion entfernt und über eine gut befestigte Straße zu erreichen. Ein älterer Farmer hat mir einmal davon berichtet, dass auf den Äckern in dieser Ebene heute noch antike Reste von Gebäuden oder ähnlichem zu finden sind. Es lohnt sich, das Dorf Myli zu besuchen und auf dem immer noch sehr ursprünglichen Dorfplatz unter den großen Maulbeerbäumen zu sitzen. Es sind zwei Restaurants vorhanden, die sich den Platz in der Ortsmitte teilen. Trinken Sie etwas und versuchen Sie hier mal die "Fried Aubergine - auch Fried Eggplant oder Melizanes genannt" - zu bestellen. Nirgendwo habe ich bessere bekommen....! Es ist ein ruhiger und beschaulicher Ort, der nicht so stark vom Tourismus frequentiert wird.




Chora

Chora

Blick auf die Ortsmitte und wichtige Kreuzung


Chora ist der Name einiger griechischer Orte- bezeichnet wird damit meistens der Hauptort der Insel (z.B. Chora auf der Insel Patmos) oder der Hauptort eines Gebietes. Chora auf der Insel Samos war seit dem Mittelalter die Haupstadt der Insel und von 1849 -1854 war hier die Verwaltung der Insel angesiedelt. Seit Dezember 1832 war Samos ein tributpflichtiges Fürstentum mit eigener Verwaltung. Chora besitzt etwa 1100 Einwohner und ist damit schon eine größere Siedlung im ehemaligen Gemeindegebiet von Pythagorion (heute Gemeindebezirk Pythagorion), das etwa 3 Kilometer von Chora entfernt liegt.

Weitere Informationen zum Ort Chora im Süden von Samos finden Sie hier....!


Mavratzei

Mavratzei

Kirche Agios Georgios (St. Georg)


Mavratzei liegt im Süden von Samos oberhalb der Ebene von Chora. Der Ort liegt in einer Höhe von 350 m an den südlichen Ausläufern des Ambelos-Gebirges (griechische Bezeichnung: Karvounis). Mavratzei ist ein kleiner Ort mit einer schönen Kirche, die dem heiligen Georg geweiht ist. Weiterhin existieren zwei Geschäfte und ein Kafenion, das nur noch zeitweise in Betrieb ist. Bekannt ist der Ort für seine Töpferei-Produkte und...

Weitere Informationen zum Töpferdorf Mavratzei auf der Insel Samos finden Sie hier....!


Quellennachweis:


1.: Informationen zur Geschichte des Ortes Myli basieren auf dem Bericht der Website Samosin.gr - zuletzt abgerufen am 10.05.2014!

2.: Einwohnerzahlen Myli der Hellenic Statistical Authority

3.: Informationen zum mykenischen Grab
in der Ortschaft Myli stammen aus der Wikipedia, zuletzt abgerufen am 10.08.2014!

4.: Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung. 9, Seite 192/193, Published 1884 by Gebr. Mann in Berlin- zuletzt abgerufen am 15.06.2014!


Fotos aus Myli




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