Ephesus Teil I.

Seldcúk - Türkei Isabey-Moschee


Höhepunkte in Ephesus



Hier auf dieser Seite stelle ich Ihnen die Höhepunkte des Türkeiausflugs nach Kusadasi, Ephesus und Seldcúk im einzelnen vor. Den Artemistempel bzw. die noch erhaltenen Reste habe ich Ihnen schon auf der vorangegangenen Seite aufgezeigt. Seit 111 Jahren wird in „Ephesus", dem Weltkulturerbe, ausgegraben. Die ehemalige Metropole der römischen Provinz Asia hatte 250.000 Einwohner, ein Hospital, mit Marmor bepflasterte Hauptstraßen mit überdachten Einkaufswegen, überdachte Abwasserkanäle, Thermalbad, verschiedene Tempel, später eine Basilika, die drittgrößte Bibliothek mit 12.000 Manuskripten und ein Gymnasion. Ein Wasserdepot sorgte für Kalt- und Warmwasserleitungen in jedes Haus.


Ephesus - Basilika


Größere Kartenansicht



Das einst größte Theater in diesem Teil des römischen Weltreichs aus der Zeit der Antike mit einem Fassungsvermögen vonn etwa 24.000 Zuschauern sorgte für Abwechslung bei den damaligen Bewohnern. Heute können noch etwa 19.000 Zuschauer bei den Veranstaltungen im Sommer teilnehmen. Die Stadt lebte vom Handel und vom Hafen, der durch den Fluss Kaystros völlig versandet wurde. Die Apostel Paulus, Johannes und die Evangelisten Johannes und Lukas sowie die Mutter Jesu, Maria, haben in Ephesus zeitweise gelebt. Im Odeon, einem kleineren Gebäude, ähnlich wie ein Theater, das als Rathaus diente, können auch heute noch Veranstaltungen mit 1500 Gästen stattfinden.

Informationen zur 3. Missionsreise des Apostel Paulus, die ihn auch nach Ephesus führte, finden Sie hier....!



Ephesus Antikes Theater von Ephesus

Johannesbasilika


Beginnen will ich mit der Johannesbasilika in Ephesus als Beispiel für den byzantinischen Bautypus einer kreuzförmigen Kuppelkirche. Genau östlich von der Isabey-Moschee liegen die Reste der Johannesbasilika. Über dem Grab wurde eine kleine Kapelle erbaut, die im 6. Jahrhundert unter Kaiser Justinian (dieser erbaute auch die Hagia Sophia in Istanbul) zu einer gewaltigen Basilika erweitert wurde. Sie sollte dem Artemis Tempel (Artemision), dessen Reste sich westlich von ihr befinden, an Pracht gleichkommen. Die Johannes Basilika gehörte mit ca. 130 x 40 m zu den sieben grossen Kirchen Kleinasiens. Die Kirche wurde im Mittelalter durch ein Erdbeben zerstört. Heute betritt man das Gelände durch das "Tor der Verfolgung", dass sich südlich der Kirche befindet. In der Bildmitte links sehen Sie ein Quadrat mit vier weißen Säulen- unmittelbar links von der Basis befindet sich ein mit Eisengittern geschützter unterirdischer Raum. Hier soll der Überlieferung nach der Apostel Johannes begraben sein.




Ephesus - Johannesbasilika

Burgberg und Isabey-Moschee


Heutigen Forschungen zufloge wissen wir, das der Apostel und der Evangelist nicht ein- und dieselbe Person waren... Ja man geht sogar soweit zu behaupten, dass das Evangelium nach Johannes und die Texte zur Endzeit (Apokalypse), die auf der Insel Patmos geschrieben wurden, von zwei unterschiedlichen Personen niedergeschrieben wurden. Es ist eher wahrscheinlich, dass der Apostel Johannes hier seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Auf dem Bild rechts ist das sogenannte Verfogungstor zu sehen, das aus der byzantinischen Epoche erhalten geblieben ist. Der Name stammt von einer Tafel oberhalb des Tores, die sich jetzt in England befindet. Auf ihr werden die Sorgen und Qualen des Achilles geschildert.


Achilles Held der griechhischen Mythologie

Isabey-Moschee


Tritt man durch das Tor, kommt als erstes die Johannesbasilika in Sicht und weiter oben die Burg, die im Mittelalter von den Byzantinern zur Verteidigung gegen den Ansturm der Araber errichtet worden. Die Isabey-Moschee wurde im Jahr 1375 von Isa Bey, dem Sohn von Mehmet Bey, einer fürstlichen seldschukischen Familie errichtet. In die Moschee gelangt man duurch ein Tor mit drei Bögen. Zwei Kuppeln ruhen auf Säulen aus schwarzem Granit. Das Material für die Bauten auf dem Ayasoluk-Hügel stammt aus Ephesus. Die Seite der Moschee, an der das Minarett zu sehen ist, bildet gleichzeitig die Hauptfassade.


Seldcúk - Türkei Isabey-Moschee

Das Stadion


Das Stadion von Ephesus befindet sich zwischen dem oberen Pakplatz und der Strasse nach Selcuk. Es hat eine Abmessung von ca. 229 m x 225 m. An der Ostseite befand sich eine Arena für Gladiatorenkämpfe. Auf den Steinstufen am Hang auf der rechten Seite saßen die Zuschauer. Auffällig ist das Stadion-Tor, das im 1. Jahrhundert n. Chr. in der Zeit von Kaiser Nero (54 - 68) erbaut wurde. Die heutige Form stammt wahrscheinlich aus dem 3. Jahrhundert n. Chr.. Das Baumaterial für die Sitzränge ist für die Bauten auf dem Ayasoluk-Hügel verwendet worden.


Ephesus Stadion in Ephesus

Marienkirche


Am früheren Platz der Kirche befand sich hier ein Gebäude, indem die Börse von Ephesus ihren Platz fand. Auf Wunsch von Kaiser Konstantin wurde hier eine Kirche gebaut. Die Basilika wurde in einer Kreuzform errichtet und war 260 m lang. Im Jahr 431 n. Chr. (Konzil von Ephesus) versammelten sich hier über 200 Bischöfe und hielten eines der ersten Konzile ab. Am 26. Juli 1967 besuchte Papst Paul VI. die Ruinen der Marienkirche von Ephesus. Rechts neben der Kirche findet sich ein sehr gut erhaltenes Baptisterium und dahinter gelangt man in einen kleinen Hof, dessen Fußboden mit Mosaiken und Marmor verziert ist. Man nimmt an, das auf dem Areal der Kirche zwei weitere, aber kleinere Kirchen errichtet worden sind und spricht deshalb von einer Doppelkirche.


Ephesus - Marienbasilika

Hafenstraße (Arkadiane)


Zur Hafenstraße (Arkadiane) gelangt man, wenn man von der Straße (Marmorstraße) vor dem großen Theater nach links einbiegt. Die Hafenstraße war auf beiden Seiten mit Säulen verziert. Sie führte vom Hafen bis zum großen Theater. Es handelt sich hier um eine der Hauptstraßen von Ephesus. Unter Kaiser Arkadius wurde die Straße reastauriert (395 - 408) und in Arkadiane umbenannt. Die Straße war mit Statuen verziert und wurde nachts mit Öllampen beleuchtet. An der Stelle, an der die Straße zum Meer endete, befand sich ein Hafentor. Dieses ist in seiner ganz Pracht erhalten geblieben. Im Zentrum der Straße standen vier monumentale Säulen aus dem 4. Jahrhundert. Der Grund für deren Errichtung ist nicht bekannt. Es wird angenommen, dass sie die Statuen der vier Evangelisten des Neuen Testamentes trugen.


Ephesus Hafenstraße (Arkadiane)

Das große Theater


Das große Theater von Ephesus gehörte mit ca. 24.000 Sitzplätzen zu den größten der Antike. Seine jetzige Form erhielt es in der Zeit von Kaiser Claudius (41 - 54 n. Chr.) und Kaiser Trajan (98 - 117 n. Chr.). Das Bauwerk entstand am Beginn der Hafenstraße und am westlichen Abhang des Panaia-Berges. Die Seiten des Theaters waren durch hohe Mauern geschützt. Beachtenswert ist das einst drei Stockwerke grosse Bühnenhaus, das mit Säulen, Nischen, Statuen und schönen Reliefbildern geschmückt war. Die erste Verbesserung des Theaters stammt von Kaiser Nero im 1. Jahrhundert und die letzte von Kaiser Septimius Severus im 2. Jahrhundert. In diesem Theater soll auch der Aufstand der Silberschmiede gegen den Apostel Paulus stattgefunden haben.


Ephesus - Theater Bildquelle: Wikipedia (Public Domain)

Der Apostel Paulus im Theater von Ephesus


Sie kennen alle die Geschichte des Silberschmiedes Demetrius, der selbst angefertigte Miniaturen der Göttin Artemis verkaufte. Der Apostel Paulus trat den Verkäufern dieser Abbildungen hier im Theater entgegen und sagte, das eine mit menschlicher Hand bearbeitete Statue keine Gottheit sein könnte und nicht angebetet werden dürfte. Die Silberschmiede sahen ihre Geschäfte in Gefahr und hetzten das Volk gegen Paulus auf. Es versammelte sich eine grosse Menschenmenge vor dem Theater. Sie riefen: "Gross ist die Artemis der Epheser".

Weitere Informationen zur 3. Missionsreise des Apostel Paulus, die ihn auch nach Ephesus führte, finden Sie hier....!



Ephesus - Theater Bildquelle: Wikipedia (Public Domain)


Der Apostel Paulus wurde daraufhin verhaftet und ins Gefängnis geworfen. Auch heute finden in diesem Theater noch Veranstaltungen statt. Wer dazu Gelegenheit hat sollte diese nutzen. Ein kleiner Tipp: Eine Veranstaltung dauert meistens einige Stunden. Die Sitzreihen sind immer etwas staubig. Man sollte deshalb nicht die beste Kleidung tragen oder etwas dabei haben, auf das man sich setzt (z.B. Handtuch). Auf jedenfall sollte man ein Kissen oder ähnliches mitnehmen. Die Steine werden immer härter, je länger man auf ihnen sitzt.




Ephesus - Ruinen von Ephesus Ruinen auf der Rückseite des Panayir Dag









-Anzeige-



Benutzerdefinierte Suche


wong kledy icio Linkarena live myspace_de twitter_de webnews Ask del.icio.us Google Technorati twitter_en Yahoo


-Anzeige-
. Aktion - 250x250



Free counter and web stats

(C) 2006 - 2012 by Paul Sippel - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken