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Ephesus Teil IV.

Ephesus - Grotte der Siebenschläfer

Eingang zur Grotte




Überblick

Ephesus - Grotte der Siebenschläfer



Etwa 2 Kilometer von Selcuk entfernt befindet sich das sogenannte Sieben-Schläfer-Zömeterium. Der Bestattungskomplex aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. liegt am Ostabhang des Panayir-Dag. Nach der Legende suchten unter den römischen Kaiser Decius (249 - 251 n. Chr.) sieben junge Männer in einer Höhle Schutz vor der Christenverfolgung, der sie, jahrhundertelang schlafend, schließlich auch entgehen. Mitte des 5. Jahrhunderts n. Chr. wurden über einer Katakombe mit zehn Kammern ihr Kult angesiedelt und eine Kirche eingerichtet. Bis tief in das Mittelalter blieb die mehrfach erweiterte Anlage eine christliche Pilgerstätte. Die Grotte (Höhle) kann heute nicht mehr direkt besichtigt werden, da die ganze Anlage einsturzgefährdet ist.

Ephesus - Grotte der Siebenschläfer

Nische im Eingangsbereich der Grotte


Das heißt, dass die baulichen Reste der einstigen Kirche über der Siebenschläfergrotte nicht mehr begehbar sind bzw. die Decke keiner Belastung durch Besucher mehr standhält. Aus diesem Grund sind umfangreiche Sicherungsmaßnahmen durchgeführt worden, die ein Betreten des Komplexes nur noch in einem stark eingeschränkten Bereich des Eingangs zulassen. Man kann zwar oberhalb der Grotte noch hineinfotografieren (hineinsehen) aber weitere Besichtigungsmöglichkeiten sind zur Zeit nicht möglich. Es handelt sich bei dem Areal der Siebenschläfer um einen Bereich mit unterschiedlichen Grotten, die sich im nordöstlichen Hang des Panayir-Dag befinden. Die Grabkammern sind teilweise in den Fels eingehauen aber auch kunstvoll mit großen Steinplatten eingefaßt.


Grotte der Siebenschläfer

Ephesus - Grotte der Siebenschläfer

Katakombe


Eine weitere Sehenswürdigkeit, wenn Sie schon mal auf dem Weg nach dem Wohnhaus der Mutter Maria sind, ist die Grotte der Siebenschläfer auf der Rückseite des Panayir-Dag. Sie ist einfach zu finden und liegt praktisch mit auf dem Weg nach Meryem Ana. Wenn Sie von Selçuk mit dem Taxi/Auto zum Marienhaus unterwegs sind, zweigt ca. 400 m vor dem Eingang nach Ephesus am Magnesian Gate (Rückseite von Ephesus) in Sichtweite des östlichen Gymnasiums rechts ein asphaltierter Feldweg ab mit dem Hinweisschild "Grotto of Sevensleepers"- zu Fuß etwa 10 Minuten. Die Besichtigung würde sich nach einem Besuch von Meryem Ana - Haus der Maria - anbieten, weil Sie von der Grotte der Siebenschläfer in Richtung zum Hauptparkplatz (Haupteingang) von Ephesus zurücklaufen können und wenn sie den Zufahrtsweg erreichen, sich nach rechts in Richtung Hauptstraße bewegen und am Straßenrand in Richtung Kusadasi einen Dolmusch (alle 20 Minuten) anhalten! Der Spaziergang wird Ihnen bestimmt nicht langweilig vorkommen, denn auf der nordöstlichen Seite des Panayir-Dag sind auch noch einige interessante Ruinen zu finden.




Legende der Siebenschläfer

Ephesus - Grotte der Siebenschläfer


Während der grausamen Christenverfolgung unter Kaiser Decius (249 - 251) lebten in Ephesus sieben vornehme junge Männer, die sich taufen ließen und das vom Kaiser verlangte Opfer vor den Götzenbildern verweigerten. Um der Verfolgung zu entgehen, versteckten sie sich in einer Höhle. Als der Kaiser davon erfuhr, ließ er den Eingang derselben mit Steinen verrammeln. Die Sieben baten Gott, sie vor dem Kaiser zu schützen. Gott erhörte sie und nahm ihre Seelen zu sich. Etwa 200 Jahre später, unter Kaiser Theodosius II. (408 - 450) standen Irrlehrer auf, die die Auferstehung der Toten leugneten. Als man in der Nähe der Höhle der Siebenschläfer einen Viehstall errichtete, verwendete man auch die Steine vom Eingang der Höhle. Die Höhle selbst betrat niemand.

...ein 200jähriger Schlaf...

Ephesus - Türkei

Höhle der Siebenschläfer - Ruinen auf der Rückseite des Panayir Dag


Da gab Gott den Sieben das Leben wieder. Sie glaubten nur eine Nacht geschlafen zu haben und weil sie Hunger hatten, wurde Malchus, einer von ihnen beauftragt, sich in die Stadt zu schleichen, um Lebensmittel zu besorgen. Als er bezahlen wollte, staunten die Kaufleute darüber, dass er ihnen Münzen mit dem Bild des Kaisers Decius in Zahlung gab. Sie hielten ihn für einen Betrüger und führten ihn dem Bischof und Stadtpräfekten vor, die ihn verhörten. Malchus sagte: "Ich glaubte nur eine Nacht geschlafen zu haben, nun aber höre ich, dass Kaiser Decius längst gestorben ist und sehe überall in der Stadt das Kreuzzeichen". Der Bischof zog mit dem herbeigerufenen Kaiser und viel Volk hinaus zur Höhle und überzeugte sich, dass alles so war, wie es Malchus geschildert hatte. Vor dem ganzen Volk dankte der Kaiser Gott für das ihnen gegebene Zeichen der Auferstehung der Toten. Kurz darauf entschliefen die Sieben.

Diese Version der Legende ist sicherlich eine Mischung deutscher und türkischer Sichtweise.


Ephesos Museum

Selçuk - Ephesos Museum


Die ersten archäologischen Grabungsarbeiten wurden im Jahre 1869 von J. T. Wood, einem Engländer, im Namen des Britischen Museums begonnen. Die Grabungsarbeiten von Wood, der die Absicht hatte, den Artemistempel zu finden, wurden 1904 von seinem Kollegen D. G. Hogarth fortgeführt. Die ersten konstanten Grabungsarbeiten in Ephesus (1885 - Otto Benndorf) stammen von den Österreichern, die auch heute noch vor Ort sind. Die Arbeiten des Österreichischen Archäologischen Institutes, die während des 1. und 2. Weltkrieges unterbrochen wurden....

Weitere Informationen zum Ephesos Museum in Selcuk finden Sie hier....!

Meryem Ana - Haus der Maria

Ephesus - Marienhaus

Taufbecken im Garten des Marienhauses


1891 entdeckten zwei Geistliche aus dem Orden der Lazaristen das "Sterbehaus" von Ephesus, indem sie den Visionen der Anna Katharina Emmerick nachgingen, einer stigmatisierten Augustinernonne aus Dülmen. Die Geschichte der Nonne und ihrer Visionen war 1851 von Clemens von Brentano aufgezeichnet worden. Bis heute ist Ephesus ein Wallfahrtsort. Wie bei allen Marienerscheinungen geht es um Glauben und Nichtglauben.....

Weitere Informationen zum Haus der Maria auf dem Bülbül Dag bei Selcuk finden Sie hier....!


Fotos aus Ephesus




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